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40 Jahre Heimat- und Geschichtsverein

1965 - 2005

Nachdem von verschiedenen Einwohnern der Wunsch geäußert wurde, auch in Holzhausen zur Dorfverschönerung beizutragen, berief Bürgermeister Würz am 19.03.1965 die Einwohner zu einer Versammlung in die Schule ein.  Im Verlauf des Abends wurde eine Interessengruppe gebildet.

Diese Arbeitsgruppe beschloss zu einer Gründungsversammlung zum Heimat- und Verkehrsverein, am 14.04.1965 einzuladen.

Von 40 Teilnehmer in der Gründungsversammlung haben 29 ihren Beitritt zum Heimat- und Verkehrsverein erklärt.

Dies waren: Erich Schütz, Ernst Pfeiffer, Erich Hermanni, Reinhard Würz, Heinrich Schaus, Walter Haas, Heinrich Jung, Karl Würz, Otto Rumpf, Lenchen Keller, Günter Grünkorn, Alfred Heiland jr., Dieter Haubach, Erwin Zutt, Klara Kretzer, Marianne Loh, Martha Schmitter, Hans Crema, Willi Wagner, Sylvester Sandtke, Helmut Schäfer, Robert Sturm, Josef Schön sen., Manfred Peusch, Kurt Gerber, Josef Schön jr., Erwin Strohm, Eberhard Droß und Friedrich Droß

1965:

Zunächst wurde noch kein Vorsitzender gewählt, die Arbeitsgruppe war gleichzeitig Vorstand. Am 12. Juli 1965 wählte der Vorstand Friedrich Droß zum ersten 1. Vorsitzenden. Als Geschäftsführer wurde Erich Schütz bestellt. Noch im Gründungsjahr wurde damit begonnen einige Bänke zu fertigen und die Grünanlagen im Dorf zu pflegen.

1966:

Es wurden weiter Bänke gebaut und aufgestellt. Auf der „Kleinen Wiege“ wurde ein Fahnenmast installiert. Mit dem Ausbau der Anlagen im Ort wurde begonnen, der Springbrunnen auf der Kreuzgasse wurde gebaut. Mit den Arbeiten zum herrichten eines Dorfmuseums im „Alten Haus“ wurde begonnen.

Erste Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ mit dem Ergebnis 3. Platz im Kreis Wetzlar. Der Verein vergrößerte sich auf 46 Mitglieder.

1967:

Das Behelfsheim Hellsdorfer Straße wurde zum Gerätehaus herge richtet.Das „Alte Haus“ wurde eröffnet. Bei der zweite Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wurde der 4. Platz im Kreis Wetzlar erreicht. Es wurde damit begonnen den Fremdenverkehr aufzubauen.

1969:

Ein Dia-Vortrag im Gasthaus Heiland fand viel Zuspruch.  Der Vorstand wurde geschlossen wiedergewählt. Der Verein hat mittlerweile 67 Mitglieder.

1970:

Es fand ein Filmvortrag „Rendezvous an Lahn und Dill“ statt. Die Milchrampe auf der Kreuzgasse musste dem Telefonhäuschen weichen. Es wurde ein Wegeausschuss gegründet. Mit der Markierung der Wanderwege und der Erstellung einer Wanderkarte wurde begonnen.

1971:

Die Besucherzahlen im „Alten Haus“ steigen. Die Schulbushaltestelle mit Ortsplan wurde fertiggestellt. Der Fremdenverkehr nahm zu. Ein Antrag auf „Staatlich anerkannter Erholungsort“ scheiterte an fehlender „staubfreien Müllabfuhr“. Am 11.11.1971 wurde dann der Ortsteil Holzhausen als Erholungsort staatlich anerkannt. Mit allen Vereinen wurde ein gemeinsamer Familienabend im Saalbau Knetsch gefeiert.

1972:

Der Wegeausschuss ist sehr aktiv, es wurden 3 Schutzhütten und entsprechende Bänke aufgestellt. Vom Wegeausschuss wurde der erste „Ortwandertag“ mit großem Erfolg organisiert. Der Abschluss fand in der Schutzhütte Wickenau statt  Der Verein hat nun 89 Mitglieder, bei der Jahreshauptversammlung wurde Reinhard Würz zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1973:

Wieder Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ als Ortsteil von „Ulmtal“ im Bezirksentscheid, Holzhausen wurde Bezirkssieger. Der Fremdenverkehr wird immer schwächer, es stehen im Ort immer weniger Betten zur Verfügung.

1974:

Auf der „Kleinen Wiege“ wurde mit viel Mühe und Aufwand die letzte Schutzhütte aufgestellt. Der Grillplatz Steimel wurde provisorisch hergerichtet und der 1. Hüttenabend bis Sonnenaufgang gefeiert.

1975:

Am Rundwanderweg wurden zwei Brücken gebaut. Damit wurde das Projekt nach der Errichtung von 4 Schutzhütten, 16 Bänke und 2 Brücken beendet. Die Kosten von ca. DM 20.000,- wurden aus Zuschüssen aus Land- und Bund bezahlt. Insgesamt wurde ca. 1.000 Arbeitsstunden geleistet. Trotz Werbung ging in Holzhausen der Fremdenverkehr weiter zurück.  Bei der Jahreshauptversammlung wurde Hans Becker zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1977:

Zwei Mitglieder unseres Vereins haben sich im Schwarzwaldurlaub Anregungen für den Bau des Wasserrades geholt und dieses gebaut.

1978:

Bei der Neuwahl des Vorstandes wird Klaus Schmidt zum 1. Vorsitzenden gewählt, er übernimmt gleichzeitig die Funktion des seitherigen Geschäftsführers. Der Schwerpunkt wurde nun auf die Dorfverschönerung mit Berücksichtigung des „Dörflichen Charakters“ und der Pflege des dörflichen Vereinslebens gelegt. Vom Bund und Land wurde  ein Zuschuss für die Dorfverschönerung von DM 9.000,- bewilligt. Von den Mitteln wurden Schutzhütten gedeckt und gestrichen, der Grillplatz ausgebaut, Spielgeräte für den Grillplatz angeschafft, und Bänke gekauft und aufgestellt. Das Wasserrad wurde fertiggestellt und die Grünanlage dafür hergerichtet. Der Hüttenabend am Grillplatz Steimel wurde weiter gut besucht. Die Mitgliederzahl wuchs auf 105.

1979:

Eine Informationswand wird gebaut und auf der Kreuzgasse aufgestellt. Erstmals wird die „Aktion saubere Landschaft“ durchgeführt. Im Winter wurde in einer Großaktion die Schutzhütte vom „Himbächer“ mit einem Kranwagen zum „Flößchen am Oberwald“ transportiert und dort neu aufgestellt.

1981:

Mit großem Einsatz der Bevölkerung von Holzhausen, aller Vereine, Stammtische und sonstigen Gruppen wurde am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen. Holzhausen wurde Sieger im Bezirksentscheid. Im Herbst wurden über 80 Bäume von Bürgern gespendet und gepflanzt.

1982:

Weitere Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Holzhausen wurde 2. Landessieger. Im Herbst fuhren insgesamt 4 Busse mit Holzhäuser zur Siegesfeier nach Lenzhahn.

1984:

Bei traumhaftem Wetter wurde auf der Kreuzgasse ein Lindenfest mit Musik veranstaltet. In einer Aktion wurden ca. 50 alte Bilder reproduziert und auf dem Lindenfest ausgestellt.

1985:

Für die Kinder wurde ein Laternenumzug zum Grillplatz veranstaltet. Bei den Vorstandssitzungen ging es hoch her, eine Sitzung endete fast in Paris.

1986:

Der Verein nahm mit einem Motivwagen am Umzug auf dem Hessentag teil. Mit allen Vereinen wurde der erste Nikolausmarkt am ersten Samstag im Dezember begangen, der Erlös wurde der „Rosenthal-Gesellschaft“ gespendet. Das Prädikat „Erholungsort“ wurde Holzhausen wegen zu geringer Gäste- und Übernachtungszahlen aberkannt.

1987:

Erste Teilnahme des Heimat- und Verkehrsverein am Kirmeszug unter dem Motto „Erntefest“. Im Sommer wurde unter großem Aufwand der Brunnen erneuert.

1988:

Am Pfingstmontag wurde ein Brunnenfest mit Musik aus Holzhausen-Immenhausen veranstaltet. Aus dem Erlös des Nikolausmarktes wurde eine Festbeleuchtung auf der Kreuzgasse angeschafft und installiert.

1990:

Das „Alte Haus“ wird innen und außen gründlich renoviert und restauriert. Die Kosten über DM 43.000,- wurden aus Zuschüssen gedeckt. Die Stromversorgung für den Nikolausmarkt auf der Kreuzgasse wurde installiert. Der Heimat- und Geschichtsverein feiert sein 25 jähriges Jubiläum am 03.11.1990 in der Gaststätte „Zur Linde“ und am 04.11.1990 mit einem Bürgerfrühschoppen. Am Vorabend der deutschen Wiedervereinigung veranstaltet der Verein eine „Wiedervereinigungsfeier“ auf der Kreuzgasse.

1991:

Fahrt mit ca. 40 Teilnehmer nach Holzhausen bei Landshut . Teile der Lichterkette auf der Kreuzgasse wurden an den Häusergiebel fest installiert. Das Gerätehaus an der Hellsdorfer Straße wurde in 250 Arbeitsstunden renoviert.

1992:

Die Gemeinde hat dem Heimat- und Verkehrsverein die Organisation der Einweihungsfeier für das Dorfgemeinschaftshaus übertragen. Die offizielle Einweihung  fand am Samstag den 30.01.1993 statt. Am Sonntag fand ein „Tag der offenen Tür“ mit Frühschoppen und einer Blaskapelle aus Holzhausen-Immenhausen statt.

1993:

Bei der Neuwahl des Vorstandes wird Walter Ratz zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der im Jahr 1898 gefertigte Wetterhahn auf der Kirchturmspitze wird mit Hilfe von Spenden und aus Erlöses vom Nikolausmarkt am 16. April erneuert. Es wird die erste Fahrradtour durch das Ulmtal veranstaltet. Die Anleuchtung der Kirche mit Strahler wurden fertiggestellt. Im Herbst fand eine Wanderfahrt mit ca. 50 Teilnehmer in das Hochsauerland statt.

1994:

Zusammen mit dem Frauenchor wird am 29. Mai das Brunnenfest veranstaltet. Besichtigung des „Alten Haus“ durch Innenministers Herbert Günther am 28. März. Am 29. Oktober wird ein Mundartabend vom Heimat- und Verkehrsverein veranstaltet.

1995:

Nach langer Wartezeit wird mit der Gemeinde ein Nutzungsvertrag für das Gerätehaus Hellsdorfstraße abgeschlossen.

1996:

Bei den Neuwahlen konnte kein neuer 1. Vorsitzender gefunden werden, Klaus Schmidt leitet als 2. Vorsitzender bis zur nächsten Jahreshauptversammlung den Verein. Zusammen mit dem Vogelschutzverein wurde ein Tagesfahrt in die Rhön veranstaltet.

1997:

Bei der Nachwahl des Vorstandes wird Winfried Schauß zum 1. Vorsitzenden gewählt. Am 29. Juni wurde eine Fahrradtour zur Eintrachthütte bei Leun durchgeführt. Gespräche mit der Gemeinde zur Erneuerung des Kinderspielplatzes wurden aufgenommen. Die Aktivität fand in der Bevölkerung breite Zustimmung, so dass durch Spenden aus den Veranstaltungen Sommerfest (Bonechrackers), Schlachtfest „Dreigestirn“, Nikolausmarkt und privaten Spenden insgesamt DM 10.353,84 gesammelt wurden.

1998:

Besuch des Verschönerungsverein aus der Partnergemeinde St. Andrä-Wördern vom 21. Mai bis 24. Mai, der Heimat und Verkehrsverein Holzhausen organisierte das Besuchsprogramm. Die Einweihung des neu gestalteten Spielplatzes fand am 1. August statt. Im Rahmen des bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ wird am 13. September das „Alte Haus“ für Besucher geöffnet. 2000:

Die Lichterketten für die Weih-nachtsbeleuchtung Kreuzgasse wurde neu beschafft und mit Leuchten bestückt, da die vorhandenen Lichterketten elektrisch untauglich geworden sind.

2001:

Am Samstag den  03. Februar wurde durch den Heimat- u. Verkehrsverein, in Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter Herrn Dr. Jürgen Kruskopf, zu einem „Historischer Grenzgang“ eingeladen. Fahrt zum Holzhausentreffen in Dautphetal- Holzhausen am Hünstein am Samstag den 23. Juni, zusammen mit der Tanzgruppe „Spätlese“. Zur Erhaltung der Geschichte und der Geschichten des Ortes Holzhausen und seiner Umgebung wurde, auf Initiative von Frau Gabi Köhler, vom Vorstand beschlossen, ein Arbeitsgruppe „Ortsarchiv“ ins Leben zu rufen.

2002:

Gemäss Beschluss der Jahreshauptversammlung wurde der Vereinsname von „Heimat- und Verkehrsverein Holzhausen“ auf „Heimat- und Geschichtsverein Holzhausen“ geändert. Da es in Holzhausen praktisch keinen Fremdenverkehr mehr gibt, wurde die neue Aktivität hinsichtlich des Ortsarchivs in den Vereinsnamen aufgenommen. Am 18. August hat der Verein am Festzug zur 25-Jahrfeier der Gemeinde Greifenstein mit einem Motivwagen teilgenommen. Am Sonntag den 15. September wurde in Verbindung mit dem „Tag der offenen Tür“ im „Alten Haus“ zur Eröffnung des Ortsarchivs eingeladen.

2003:

Im „Alten Haus“ wurde der Fußboden im Kriechkeller zusätzlich von der Gemeinde abgestützt und der Aufgang zum 1. Stock restauriert. Im Herbst wurde das erste Fenster mit Mitteln des Ortsbeirates und der Gemeinde ausgetauscht. Das Wasserrad wurde demontiert und überholt, die Wasserzuführung zum Rad wurde erneuert und der Platz vor dem Wasserrad wurde neu gepflaster. Die festinstallierte Weihnachtsbeleuchtung an „Kolbs-Haus“ wurde erneuert.

2004:

Eine Erinnerungstafel zur Ulmtalbahn wurde vom Verein finanziert und oberhalb am ehemaligen „Bahnhofsweg“ aufgestellt. Eine Ortskarte von Holzhausen mit Flurnamen wurde erstellt und auf der Kreuzgasse installiert. Die Grünfläche an der Bachstraße bei der Brücke wurde mit Hilfe der Gemeinde neu gestaltet und aus Mittel des Nikolausmarktes und des Ortsbeirates wurde eine Linde gepflanzt. Die Brücken von Wanderwegen oberhalb Ulmbachtalsperre Richtung „Kleine Wiege“ und Ulmbachtalsperre Richtung Rodenroth wurden erneuert. Am 10. Oktober wurde vom Verein eine Informationsveranstaltung unter dem Motto „Der Waldhof muß bleiben“ mit Dia-Vortrag „100 Jahre Waldhof“ im Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen organisiert, um über die geschichtliche und medizinische Entwicklung der Klinik Waldhof Elgershausen zu informieren. Mit Spenden sowie mit Mittel von der Gemeinde, Ortsbeirat und Nikolausmarkt konnten alle Fenster im Erdgeschoss des „Alten Hauses“ erneuert werden.

2005:

In diesem Jahr feiert der Heimat- und Geschichtsverein sein 40-jähriges bestehen. Der Grillplatz Steimel erhält endlich einen Stromanschluß. Im Jubiläumsjahr des Vereins findet auch der 20. Nikolausmarkt in Folge statt, in der Zeit von 1986 bis 2005 wurden aus dem Erlös für Spenden und Projekte im Ort ca. 40.000,- € verwendet. Von einem Arbeitskreis des Heimat- und Geschichtsverein wird eine Jubiläumszeitung erstellt und an alle Haushalte in Holzhausen verteilt. Die Jubiläumsfeier des Heimat- und Geschichtsverein Holzhausen fand am Samstag den 05. November im Dorfgemeinschaftshaus statt.

 

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