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1963

1963

Einen schneereichen Winter beschreibt unser Chronist Lehrer Heinrich Jung.

Schon im November hatte es geschneit und mit kurzer Unterbrechung im alten Jahr lag der Schnee hoch bis März. Für die Kinder eine herrliche Zeit. Dafür war dann das Frühjahr warm und sonnig, der Sommer im Witterungsablauf normal.

Die Straßen hatten unter dem strengen Frost sehr gelitten und mussten gesperrt werden. Zeitweilig waren alle Zufahrtswege nach Holzhausen blockiert. Natürlich durfte man sie auf eigene Gefahr befahren. Das glich dann einer Fahrt auf einer Berg- und Talbahn. Wobei die „Täler“ mit Wasser gefüllt waren.

Als erste wurde die Straße nach Ulm mit einem Kostenaufwand von 140.000.—DM ausgebaut. Dies geschah so gründlich, dass Frostaufbrüche nicht mehr zu befürchten sind.

- 3 Fotos zeigen die Bauarbeiten. (Anmerkung d. Archiv)

Nachdem nun, wie ich im Vorjahr schon berichtete, die Übergabe der neuen großen Pläne an die Landwirte erfolgt ist, zeigte sich, dass die Bestellung und Bearbeitung der Felder um vieles erleichtert worden ist. Zum ersten Mal war in den Sommermonaten nicht das vertraute Brummen der Dreschmaschine vor dem Dorfe zu hören. Sämtliches Getreide wurde durch Mähdrescher geerntet. Damit ist die Dreschmaschine und mit ihr der Dreschschuppen überflüssig geworden. Während man sich um einen „Unterstellplatz“ für die Maschine bemüht, soll die 25m x 12 m große Halle an eine Industriefirma gegen eine jährliche Pacht von 1.000.—DM verpachtet werden.

Hier folgt nun ein Zeitungsartikel aus der „Wetzlarer Neuen Zeitung“ mit der Überschrift: „Erster Aussiedler in Holzhausen – Der neue Hof des Landwirts Bruno Keller „Am Liegenberg“ gerichtet - .“  (Anmerkung d. Dorfarchiv)

Wie der Zeitungsausschnitt berichtet und die Abbildung zeigt, wurde der erste Aussiedlerhof bereits bis zum Rohbau erstellt.

- Es folgen hier 8 Fotographien mit verschiedenen Dorfansichten. – (Anmerkung d. Dorfarchiv).

Nach der Landübergabe wurde das gesamte Gelände „Im Brühl“ der Gemeinde zugeteilt, die noch im Verlauf des vergangenen Jahres mit den Erschließungsarbeiten begann. Vorerst wurden Kanalisation und Wasserleitung verlegt. Die Arbeiten wurden von der Firma Fritz & Becker ausgeführt. Insgesamt gibt es ……. Bauplätze. Die Kosten belaufen sich auf 30.000.—DM.

Noch im Herbst wurde mit dem Ausbau und der Verbreiterung der Straße in der Neustadt begonnen. Zum Teil wurde die Straße um 250 cm verbreitert und um 60 cm erhöht.
Ebenfalls begannen die Arbeiten am Rückhhaltebecken. Die nebenstehenden Abbildungen zeigen wie es war.

– 3 Fotographien von dem zukünftigen Talsperren-Gelände sind hier eingeklebt. – (Anmerkung d. Archiv).

Aber erst im kommenden Jahr sollen die Arbeiten erst richtig beginnen.
Nun, darüber wird noch berichtet werden.

Möge uns Gott auch 1964 behüten.                                         gez. Unterschrift (H. Jung)

 

Talsperre im Bau 1963 vor der Staumauer
Talsperre im Bau 1963 vom Vorfluter aus gesehen

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